Ikea in Indien

In China kämpfte Ikea nach der Eröffnung des ersten Geschäfts in Peking 1999 hierbei Problem, dass viele Besucher auf Sofas und in der Bettenbestellung zwar ihr Nickerchen machten, jedoch nichts erwarben. Sicher ist bereits, dass das Restaurant in Hyderabad – mit 1000 Sitzplätzen die größte Ikea-Cafeteria weltweit – ein Knüller ist: Dort finden indische Linsengerichte ebenso reißenden Absatz wie die Köttbullar aus Hühnchenfleisch. Weil Hindus kein Rindfleisch essen und Muslime kein Mensch und keine Seele, wurde beides vom Menü verbannt. Als der blaue Kubus am ersten Geschäftstag um elf Uhr abends seine Pforten schloss, markierte das einen Sieg, den der Möbelriese mit langem Atem erarbeitet hat. Schon 2006 hatte Ikea erstmals Interesse bekundet, den Megamarkt Indien zu erobern. Doch die indische Gesetzgebung schrieb damals vor, dass auf den indischen Markt drängende Einzelhandelsketten einen lokalen Partner mit 49 Prozent zu beteiligen hätten – Ikea winkte ab. Erst 2012 wurde der Joint-Venture-Zwang abgeschafft und die Auflage gelockert, dass nach Indien expandierende Einzelhändler 30 Prozent ihres Sortiments von lokalen Lieferanten beziehen müssen. Das war der Startschuss.

Zwei Forscher aus Wuppertal mit Deutschen Zukunftspreis

Zwei Forscher aus Wuppertal sind am Mittwoch hierbei Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet worden: für ein Medikament, das vor einem herpesähnlichem Virus schützt. Helga Rübsamen-Schaeff und Holger Zimmermann nahmen am Mittwochabend (28.11.2018) den Deutschen Zukunftspreis in Berlin entgegen. Den beiden Forschern und ihrem Team ist es gelungen, so die Jury, erstmals einen Wirkstoff ausfindig schaffbar, der effektiv vorm Humanen Cytomegalie-Virus schütze. Damit würden sich neue Perspektiven für Transplantationspatienten eröffnen. Für Patienten mit Blutkrebs ist die Transplantation von Knochenmark oft eine letzte hoffnung. Damit die Krebszellen in alle Einzelteile auseinanderfallen, vernichten die Ärzte das körpereigene Knochenmark, damit vorübergehend auch die Immunabwehr. Das ist ein nur auf etwas gewartet haben für Cytomegalie-Viren: Die Erreger sind weitverbreitet, halb kann Träger sein, meist werden sie vom Immunsystem in Schach gehalten. Sind die Abwehrkräfte aber geschwächt, können diese Viren zu schweren Infektionen oder zum Tod führen. Bisherige Arzneimittel haben starke Nebenwirkungen und können auch nicht zum vorbeugenden Schutz eingesetzt werden. Diesen ermöglicht das innovative Medikament zum ersten mal. Für diese Entwicklung erhielten die Wuppertaler nun den Deutschen Zukunftspreis 2018, der mit 250.000 Euro dotiert ist.

Das Gesellschaftspanorama der Weimarer Republik teuerste deutsche Serienprojekt

Das Gesellschaftspanorama über die Weimarer Republik war das bislang teuerste deutsche Serienprojekt. Die ersten beiden Staffeln erreichten ein Millionenpublikum. Für die Hauptdarsteller Liv Lisa Fries als Charlotte und Volker Bruch als Gereon haben die Dreharbeiten zur dritten Staffel von „Babylon Berlin“ längst begonnen. Nun sucht die Produktionsfirma noch Statisten. Im Frühjahr sind nach Informationen der Castingagentur Eick Filmaufnahmen in Köln, Bonn, Düren, Solingen und Krefeld geplant. Neben den Hauptdarstellern sollen dann 500 Komparsen und 40 Kleindarsteller vor der Kamera stehen. Die Rollenprofile sind durchaus unterschiedlich. Ein Übriges tun brauche man aber auch einen kleinwüchsigen Mann, Kellner, Priester und Tischler. Außerdem werden 50 Frauen gesucht, die Gefängnisinsassinnen spielen. Weber. Als Beispiele nannte er „Glatzen, Einarmige oder -beinige“. Auch die dritte Staffel von „Babylon Berlin“ wird bei Sky und später im Ersten Spuren hinterlassen haben. Erneut dient ein Roman von Volker Kutscher als Vorlage (lesen Sie hier, was wir bereits zur dritten Staffel wissen). In der neuen Geschichte ermittelt Kommissar Gereon Rath (Volker Bruch) an einem Filmset, an dem eine berühmte Schauspielerin gestorben ist. Drehorte sind Berlin, Potsdam-Babelsberg und NRW.